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z u r ü c k


PACKHOF DES MUSEUMS
C.-PH.-E.-BACH-STR. 11
23.07.2017 - 24.09.2017

»DAS WAR DIE ZUKUNFT«
Malerei, Installation, Zeichnung

Marc Jung (1985), Erfurt

Eröffnung am 23. Juli 2017 um 11 Uhr, PackHof Museum Junge Kunst, Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11




Marc Jung (1985), Erfurt
OPFERLAMBO, 2016, mixed media on canvas, 150 x 200cm, Bildrechte Künstler, Foto: Marc Jung



Marc Jung (1985), Erfurt
TOKIO BORDELL GESAMMELTE WERKE, 2016, mixed media on cancas, 90 x 70cm, Bildrechte Künstler, Foto: Marc Jung


 

Marc Jung hinterfragt nichts und stellt nicht die These auf, dass Bilder eine Welt erklären oder gar läutern können. Seine fiebrig gesetzten Fratzen und Wörter sind ein Widerhall auf das Mediengetöse und auf ein endloses Suchen im Internet nach Zuneigung, Sex, Hass, Lüge – nach Liebe und Erkenntnis. Die Welt wird durch die Medien gefiltert und in unseren Köpfen missverstanden. Das ewige „Dabei-sein- Müssen“ gibt Impulse für ein ernstes Nein und heiteres No, für ein irres Yes und morbides Ja zur Realität. Der Kunst- Allrounder, geboren 1985 in Erfurt und dort arbeitend, macht sich darauf seinen trashigen Reim. Das Böse, das Hinterlistige, das Grausame, das, was an der Substanz des Geordneten und Wohlerzogenen nagt und es vernichten will, gerät bei ihm zum rotzig Frechen und ebenso zum postmodernen Kalauer. Dazu läuft der brachial heitere Sound schöner Farben: verschmiert, gesprüht, gewischt, getüpfelt oder in die Linie gezwungen. Der erfrischende Geist früher Graffitipioniere besetzt die Kunst-Räume. Tube, Stift und Sprühdose liefern das Kolorit – Zeitungen, Fotos und soziale Netzwerke geben das Rohmaterial hinzu. Es wird gesampelt und collagiert, arrangiert und zitiert. Der Raum gerät zur Bühne für Dinge, die unschuldig tun. Wird dann etwas Farbe aufgetragen, zeigen sie ihr wahres Gesicht. Die Basis für seine „Jugend-Arbeit“ erhielt Marc Jung von 2006 bis 2011 an der Bauhaus-Universität Weimar.

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Text/Kurator: Armin Hauer


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Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag  von 11.00 bis 17.00 Uhr

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